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Meridianhaus
Das kleine Passageinstrument der Westfälischen Volkssternwarte, ein Astrometriefernrohr zur Beobachtung der Gestirnsdurchgänge auf dem Meridian von der Firma Repsold & Söhne aus dem Jahr 1896, fand in den 1950er Jahren einen Platz im eigens dafür gebauten Meridianhaus westlich des Hauptgebäudes.
Das Dach dieses Hauses lässt sich durch seitliches Verschieben der zwei Teilhälften nach Ost und West einen Spalt weit öffnen. Dieser Spalt gibt die Sicht auf den Meridian frei, der sich vom Nordpunkt über die Himmelsmitte bis zum Südpunkt als abstrakte astronomische Bezugslinie über den Himmel erstreckt. |
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Die Gestirne erreichen ihren täglichen Höchststand auf dem Meridian und dies immer wieder nach Ablauf einer gleichbleibenden Zeitspanne: Die Sterne nach Ablauf des Sterntages von 23 Stunden 56 Minuten und 4 Sekunden, die Sonne (besser: die mittlere Sonne) nach Ablauf von 24 Stunden. Die Beobachtungen der Meridiandurchgänge, Transite oder Passagen ist damit zur Ableitung eines Zeitnormals geeignet. Bis in die fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts, bis zum Aufkommen der Quarzuhr, war diese Methode die genauestmögliche Zeitbestimmung. |
| Das Recklinghäuser Meridianhaus ist für die Ausstellung des historischen Passageinstrumentes hergerichtet und für die öffentliche Betrachtung jederzeit zugänglich. Beobachtungen werden dort nicht durchgeführt. Auf der Schautafel ist der Längengrad des Meridians angegeben. |
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